HORIBA erweitert seine Messlösungen im Hinblick auf die zukünftige Gesetzeslage

30. Oktober 2019


HORIBA, ein führender Anbieter von Emissionsmess- und Prüfsystemen für die Automobilindustrie, erweitert seine Messmöglichkeiten für die Feststoffpartikelanzahl in den Nanobereich. Die Einführung der neuen MEXA-2010SPCS ermöglicht Partikelmessungen unterhalb der aktuellen gesetzlichen Untergrenze von 23nm. Nach jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Schädlichkeit von Nanopartikeln in diesem Größenbereich ist für die kommende europäische Gesetzgebung die Einbeziehung von Sub-23nm-Partikeln bei Abgas- und Bremsemissionsvorgaben von Autos geplant. Mit dem verbesserten SPCS reagiert HORIBA auf die bevorstehende Gesetzgebung und stellt der Automobilindustrie die notwendige Messtechnik zur Verfügung.

Basis für diese Technologie ist das etablierte SPCS, das marktführende Instrument für die Partikelanzahl-Homologation. Mit Hilfe der neuesten Hot Catalytic Stripper Technology ist es möglich, die große Anzahl von nicht-festen Partikeln im Sub-23nm-Bereich aus der Probe zu entfernen. „Mit abnehmender Partikelgröße wird es immer schwerer, sicherzustellen, dass die relevanten Feststoffpartikel den Detektor erreichen", erklärt Dr. Florian Hüwe, Product Manager Automotive Particulate Emissions bei HORIBA Europe. „Die präzise Vorverdünnung und Übertragung der Probe aus dem Abgaskanal auf den Detektor wird durch die hohe Durchdringungsleistung unserer SPCS gewährleistet. Diese neuen Technologien ermöglichen es uns, neben der Einführung neuer Instrumente auf dem Markt auch Upgrades der bestehenden MEXA-2000SPCS während der jährlichen Wartungszyklen anzubieten. Im Rahmen des von der EU geförderten PEMs4Nano-Projekts entwickeln wir auch ein Upgrade unseres mobilen Emissionsmesssystems OBS-ONE-PN gemäß der neuen Größenbegrenzung." Die Kombination des SPCS mit dem Mikroverdünnungstunnel MDLT-ONE ermöglicht eine Charakterisierung von Partikelemissionen nach den Standards der Anzahl (PN) und der Masse (PM). Diese Möglichkeiten unterstreichen das Ziel von HORIBA, umweltfreundliche, langfristige Produktunterstützung zu bieten, Kundeninvestitionen zu sichern und zukünftige Gesetzesänderungen zu antizipieren. 

Herausforderungen bei der Kalibrierung meistern

Die neue Nachweisgrenze stellt auch die Systemkalibrierung vor besondere Herausforderungen. Daraufhin hat HORIBA ein „Automated Validation and Calibration System" (SPCS-AVACS) entwickelt. Mit diesem neuen System steht dem Kunden ein hochmodernes Referenzsystem zur Verfügung, mit dem er sein Partikelanzahlmessgerät direkt vor Ort überprüfen kann. Ein Prototyp des SPCS-AVACS wurde auf der diesjährigen Automotive Testing Expo in Stuttgart vorgestellt. Aufgrund der positiven Resonanz finalisiert HORIBA seine Entwicklung und plant, es 2020 auf den Markt zu bringen.

Die vielfältige Auswahl an verfügbaren Messgeräten betont die Philosophie von HORIBA, seine Partner in der Automobilindustrie in allen Fragen der Partikelemission zu unterstützen. HORIBA bietet seinen Kunden zukunftsorientierte Testlösungen, um sie bereits vorab auf zukünftige Gesetzgebungen vorzubereiten. Ein Beispiel hierfür ist die im Frühjahr 2019 vorgestellte Brake Dust Applikation von HORIBA, die das fundierte Wissen über Partikelemission und Bremsprüfung durch die Integration von Emissionsmesstechnik in einem automatisierten Bremsenprüfstand vereint.


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